Was ist Gebet?

Gebet ist Reden mit Gott - ein Dialog, kein Monolog.

Beten ist ein Gebot Gottes

Lukas 18,1
Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht ermatten sollten, ...

Epheser 6,18
Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.

Johannes 16,24
Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei!

1.Thess 5,17
Betet ohne Unterlass!

Definition

„Anbeten“ = griechisch: proskyneo; sich niederwerfen, auf die Knie fallen, fußfällig verehren.

Anbetung ist eine Sache oder eine Person zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen und alle Bereiche des Lebens nach dieser Mitte hin auszurichten.

Gott anbeten heißt, ihn für seine Charaktereigenschaften zu erheben:
z.B. „Du bist treu, gnädig, liebevoll …“.

Lobpreis hingegen ist Dank für das, was er getan hat.

Die Bibel ist voll an Verheißungen, die bekräftigen, dass Gott Gebete erhört:

Psalm 91,15

Er ruft mich an, und ich antworte ihm.
Ich bin bei ihm in der Not.
Ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.

Jesaja 58,9

Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten. Du wirst um Hilfe schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du aus deiner Mitte fortschaffst das Joch, das Fingerausstrecken und böses Reden

Jesaja 65,24

Und es wird geschehen: ehe sie rufen, werde ich antworten; während sie noch reden, werde ich hören.

Lukas 11,9

Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden!

Johannes 15,7

Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen.

Matthäus 18,19

Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.

Gründe für nicht erhörte Gebete:

  • falsche Motivation
  • selbstsüchtige Bitte (Jak.4,3)
  • Ungehorsam (5.Mose 1,45; 1.Sam. 14,37+28,6)
  • verschwiegene Sünde im Leben (Ps.66,18)
  • Vernachlässigung der Barmherzigkeit (Spr.21,13)
  • früherem Reden Gottes nicht gehorcht - Verschmähung der Weisung (Spr.28,9)
  • Blutschuld (Jes.1,15)
  • Schlechtigkeit (Jes 59,2 + Micha 3,4)
  • Rebellion, Widerspenstigkeit (Sach.7,13)
  • üble Nachrede (Jes.58,9)
  • Unbeständigkeit (Jak. 1,6+7)

Was hat Jesus mit dem Thema zu tun:

Er ist der Mittelpunkt der Anbetung. Der Schlüssel, um Jesus von ganzen Herzen anbeten zu können, ist: Jesus lieben und kennen lernen (eine leidenschaftliche Liebe zu Ihm entwickeln). 

Dahin zu kommen ist auf der einen Seite Gnade (dass ich Ihn erkennen darf) und auf der anderen Seite meine Entscheidung, mehr über Ihn zu erfahren (z.B. die Bibel lesen und Zeit mit Ihm zu verbringen).

Die größte Sehnsucht des Feindes (Satans) ist angebetet zu werden. Seine größte Lüge zu diesem Thema:

Sünde macht mehr Spaß, als seine Lust am Herrn zu haben.

Mit anderen Worten:
Andere Dinge oder Personen anzubeten befriedige mehr, als Jesus zum Mittelpunkt zu machen und Ihn allein anzubeten.

Durch die Anbetung haben wir engen Kontakt zu unserem lebendigen Gott.
Anbetung führt direkt in seine Gegenwart. Hier findet man als Folge der Anbetung Friede, Trost, Ermutigung, Ruhe, Heilung, Versorgung, Wegweisung …
Anbetung gehört zu den vornehmsten Aufgaben eines Nachfolger Jesus. Hier ist schon auf der Erde die größte Erfüllung überhaupt zu finden. Das Staunen über Ihn und seine Liebe und Güte verändert uns nachhaltig.

Die sieben wichtigsten Punkte zum Thema „Anbetung“:

  • Wir sind zur Anbetung berufen (Der Herr sucht Anbeter).
  • Anbetung ist nicht nur ein Teil des Gottesdienstes, sondern umfasst jeden Bereich meines Lebens.
  • Anbetung ist Jesus zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen und alle Bereiche danach auszurichten.
  • Musik ist eine wertvolle Ausdrucksform der Anbetung. Wichtiger ist jedoch, dass ich in meinem Alltag die richtige Mitte (Jesus) habe.
  • Ich darf den Heiligen Geist bitten, mir die Dinge zu zeigen, die mir wichtiger als Jesus geworden sind.
  • Anbetung fängt an, wenn ich erkenne, wer Jesus ist, was Er für mich getan hat, wie groß seine Liebe zu mir ist. Dieses Erkennen entflammt in mir eine Begeisterung und eine Leidenschaft, die zur Anbetung Jesu führt.
  • Anbetung heißt gehorsam sein, auch wenn ich Gottes Anweisungen nicht verstehe und mich auch nicht danach fühle. (z.B. Naeman in 2. Könige 5,10)

Weiterführende Literatur:

  • Graham Kendrick, Anbetung als Lebensstil,
  • Maria Emilia Baptista de Oliveira:
    “Anbetung”, ISBN 3-87482-607-4 und
    “Bete Gott an”, ISBN 3-87482-605-8https://www.online-predigt.de
  • MP3-Vorträge von Dr. Arne Elsen (www.online-predigt.de)

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